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28.05.2010
HEINZ RUDOLF KUNZE
Heute (28.05.2010) im NDR fernsehen: "Schaubude"!
Mit dem "Fest der Kulturen" wird an das Großereignis erinnert.
Sandra Eckardt und Michael Thürnau begrüßen hierzu Verona Pooth, Heinz Rudolf Kunze, Stephan Weil und Ska Cubano.
Expo 2000 - Trotz Startschwierigkeiten kamen 18 Millionen Besucher nach Hannover
Vor zehn Jahren öffnete die Expo 2000 ihre Tore. Die erste offiziell anerkannte Weltausstellung auf deutschem Boden hielt vom 1. Juni bis 31. Oktober ganz Hannover und das Umland in Atem. Unter dem Motto "Mensch, Natur und Technik - Eine neue Welt entsteht" hatte Hannover sich vorgenommen, eine globale Schau ganz neuen Typs zu schaffen: voller Visionen für eine lebenswerte Zukunft auf der Erde. An der Expo nahmen 155 Nationen und 27 internationale Organisationen teil, doch die USA glänzten durch Abwesenheit. Wegen fehlender Sponsorengelder sagten sie noch im April 2000 ab. Dennoch sollte die Expo 2000 ein gigantisches Ereignis werden. Bei keiner Weltausstellung zuvor war die Resonanz so gewaltig, das kulturelle Programm so vielfältig: 15.000 Auftritte und Veranstaltungen lockten die Besucher an. Ein voller Erfolg also und Werbung für Hannover, obwohl zunächst der Ärger über zu hohe Eintrittspreise positive Meldungen übertönte. Am Ende hatten jedoch rund 18 Millionen Menschen Pavillons und Erlebnislandschaften besucht und die bunte Atmosphäre vieler Völker auf sich wirken zu lassen. Zum 10. Jubiläum lädt nun das "Fest der Kulturen" in Hannover am Neuen Rathaus dazu ein, noch einmal in Erinnerungen an die Expo 2000 zu schwelgen.
Verona Pooth - Zusammen mit Sir Peter Ustinov machte sie Werbung für die Expo 2000
Sie, die oft belächelte und als naiv beschimpfte Kurzzeit-Ehefrau von Dieter Bohlen - er, der intellektuelle Conférencier: Zusammen sollten Verona Pooth, damals Feldbusch, und Sir Peter Ustinov die Expo vor dem totalen Untergang retten. In einer unvergleichbaren Werbekampagne fegten die zwei als Expo-Botschafter in einem weißen Golf-Caddy über das Messegelände. Und während der weltgewandte Schauspieler seiner Mitspielerin die Welt erklärte, stellte er hinter der Kamera begeistert fest, er habe noch nie mit einer Frau gearbeitet, die schneller sprechen konnte. Liebe Expo, so wurden Sie geholfen! In der Schaubude erinnert sich der Werbestar an die Expo 2000 und an die Zusammenarbeit mit Sir Peter Ustinov.
Heinz Rudolf Kunze - Sein Song "Aller Herren Länder" wurde zur Expo-Hymne
Er ist in der deutschen Musikszene längst eine Institution und steht für eingängigen Rock mit nachdenklichen, mitunter ironischen Texten. Den Durchbruch schaffte Heinz Rudolf Kunze 1985 mit dem Ohrwurm "Dein ist mein ganzes Herz". Zudem hält er Lesungen und schrieb erfolgreich eigene Musicals, die im Gartentheater Herrenhausen in Hannover aufgeführt werden - die Kultur "seiner" Stadt liegt ihm sehr am Herzen. Natürlich durfte Heinz Rudolf Kunze auch bei der Expo 2000 nicht fehlen. Schon zur Eröffnung hat er gespielt und vier Konzerte während der Weltausstellung folgten. Mehrere tausend Expo-Fans machten "Aller Herren Länder", den Kunze-Hit des Jahres '99, zu ihrer Expo-Hymne: "Du wirst nie zuhause sein, wenn du keinen Gast, keine Freunde hast". Passend zum 10. Jubiläum der Weltausstellung präsentiert der Pop-Poet den Song "Einmal noch und immer wieder".
Stephan Weil - Für den Oberbürgermeister ist Hannover eine Multi-Kulti-Stadt
War bei der Expo noch die Welt zu Gast in Hannover, feiert die niedersächsische Landeshauptstadt in diesem Jahr mit einem Fest der Kulturen nicht nur zehnjähriges Jubiläum der Ausstellung, sondern auch ihre eigene multikulturelle Stadt. Doch die Kritiker von einst sind bis heute nicht müde, darauf hinzuweisen, ob und wie man die Überbleibsel des Expo-Geländes besser nutzen könnte. Dem sieht der amtierende Oberbürgermeister und Mitgastgeber des Jubiläumsfestes, Stephan Weil, zuversichtlich entgegen. Nach wie vor gibt es viele Interessenten für Teile des Geländes, die wiederum Arbeitsplätze und Geld in die Wirtschaft bringen.
Herbert Schmalstieg - Auf der Expo begrüßte der Ex-Oberbürgermeister zahllose Prominente
34 Jahre und neun Monate war Herbert Schmalstieg als Oberbürgermeister der Stadt Hannover im Amt. Die abwechslungsreichste Zeit davon verbrachte er sicher zwischen dem 1. Juni und dem 31. Oktober vor zehn Jahren. Da öffnete Hannover seine Expo-Türen für die Welt. Für den damaligen Oberbürgermeister war es ein langer Weg dorthin, denn die Hannoveraner waren anfänglich nicht so euphorisch. Doch Herbert Schmalstieg verbrachte in den fünf Expo-Monaten gerade mal drei Tage nicht in Hannover. In der restlichen Zeit begrüßte er sämtliche prominenten Gäste - von Herbert Grönemeyer bis zum spanischen Königspaar, sein Terminkalender zeugt heute noch davon.
Ska Cubano - Mit Jamaika-Klängen und Mambo verbreitet die Band pure Lebensfreude
Die Geschichte dieser Band umspannt mehrere Jahrzehnte, Kontinente und Kulturen. Sie begann in den zwanziger Jahren in der Karibik, erfuhr ein abruptes Ende in den fünfziger Jahren und wurde 2003 von England aus wieder belebt. Ska Cubano greift den verloren gegangenen Faden der musikalischen Freundschaft zwischen Jamaika und Kuba wieder auf. Früher gab es einen regen Austausch zwischen den beiden Inseln. Als die Ska-Welle in den frühen Sechzigern jedoch über Jamaika hereinbrach, hatte Kuba schon die Grenzen dicht gemacht. Ska selbst fand in den achtziger Jahren in England ein neues Zuhause. Dank Ska Cubano erlebt die Musik nun ihren dritten Frühling. Was passiert, wenn jamaikanischer Ska auf klassischen Mambo aus Kuba trifft? Ska Cubano - die pure Lebensfreude!
Alma - Die singenden Latin-Lover verführen die Damenwelt mit Flamenco-Pop
Mit spanischen Rhythmen begeistern sie das Publikum und sorgen für mediterrane Stimmung. Als sich die drei Hauptmusiker von Alma 1992 auf einem spanischen Kulturfest trafen, beschlossen sie, gemeinsam Musik zu machen. Bereits ein Jahr nach ihrer ersten Begegnung tourten die Jungs mit einem zündenden Programm von traditionellen spanischen und eigenen Songs durch Deutschland. Auftritte wie etwa beim Fußballspiel gegen Spanien oder bei der Weltausstellung 2000 in Hannover gehörten zu ihrem Alltag. Und auch in ihrem Heimatland ließ der Erfolg nicht lange auf sich warten: Beim letzten "Songcontest Festival de Benidorm" - dem Pendant zum "San Remo-Festival" in Italien - verpasste Alma um nur zwei Punkte den ersten Platz. Nun werden die singenden Latin-Lover mit feurigem Flamenco-Pop das "Fest der Kulturen" in Hannover bereichern.
Hubert Schwarz - Der Extremsportler radelte für den guten Zweck um die Welt
Während die Welt zu Gast in Hannover war, ging ein Mann als Gast in die Welt: Hubert Schwarz. Es war bereits seine zweite Weltumradelung. Diesmal spielte er "Postbote" und sammelt in jedem der 21 Länder, die er durchradelte, Briefe von Kindern zum Thema "Wie stellt ihr euch die Zukunft vor" ein. Als er nur vier Monate und 35.000 Kilometer später wieder auf der Expo ins Ziel kam, hatte er damit ein beeindruckendes, völkerverbindendes Element für die Weltausstellung geschaffen. "Glück, Gesundheit und Frieden" war am häufigsten genannt und sollte, so weltumfassend gewünscht, vielleicht eines Tages in Erfüllung gehen.
Asmahan - Mit ihren Bauchtanzgruppen entführt sie die Zuschauer in 1001 Nacht
Eigentlich ging die Hannoveranerin nach Madrid, um an der "Universidad de Bellas Artes" zu studieren. Zwangsläufig kam Asmahan mit der Kunst des Flamenco in Berührung und der multikulturelle, spanisch-orientalische Virus hatte begonnen, sie zu infizieren. Nach kurzem heftigen Flirt mit dem Flamenco schlug dann 1989 ihre "orientalische Stunde". Nach einer Bauchtanzschnupperstunde wurde der Grundstein für eine Karriere im Bereich orientalischer Tanz gelegt. Mittlerweile gibt sie ihr Wissen in zahlreichen Workshops weiter. Auf dem "Fest der Kulturen" zeigt Asmahan mit ihren Tänzerinnen den klassisch-orientalischen Bauchtanz, aber auch den Tibal Style. Dieser basiert auf Elementen orientalischer, asiatischer und nordafrikanischer Tänze.
Akoma Pa - Die Trommel- und Tanzgruppe aus Ghana vermittelt afrikanische Kultur
Die Gruppe kommt aus Accra in Ghana und trägt den gleichen Namen wie das dort von Aikins Hyde gegründete kulturelle "Akoma-Pa-Centrum": Gutes Herz. Hyde hat lange Jahre in Westafrika als Choreograph gearbeitet und lebt seit 1991 in Hannover. Auch hier hat er die erste und einzige Schule für Afrotanz gegründet. Um einen Dialog der Kulturen zu ermöglichen, hat er ein "Austausch-Projekt" ins Leben gerufen. Tänzer aus Ghana werden von ihm in Tanz und Musik unterrichtet und kommen dann nach Deutschland. Genauso sollen Gruppen von Deutschen nach Ghana in das Akoma-Pa-Centrum fahren und dort die Kultur vor Ort erleben. Beim diesjährigen "Fest der Kulturen" gibt es die Gelegenheit, sich erneut von der Power und Lebensfreude der Gruppe in ihren Bann ziehen zu lassen und einen Einblick in traditionelle ghanaische Kultur zu bekommen.

Quelle: NDR
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